Englisch Ausgabe
Von Berlin nach Bagdad: Sie haben dich gestohlen, Irak
Im Frühjahr 2003, als Bagdad unter der Last der Invasion brannte, kehrte eine Dichterin aus ihrem Berliner Exil zurück – nicht mit einer Waffe, sondern mit einer Kamera.
Diese Dichterin ist Amal Al-Jubouri, und ihr Film Von Berlin nach Bagdad wurde zur ersten irakischen Dokumentation, die die Plünderung des Nationalmuseums sowie die Zerstörung der Nationalbibliothek und der Archive bezeugte.
Gedreht im chaotischen Nachhall der amerikanischen Invasion, war der Film kein geplantes Projekt, sondern ein Akt moralischer Dringlichkeit – ein Zeugnis dessen, was Al-Jubouri als „Mord am Gedächtnis“ bezeichnet hat.
Dieses Buch erzählt die Geschichte hinter diesem Film: die gefährliche Rückkehr nach Bagdad, die Begegnungen mit Archäologen, Bibliothekaren und Zeitzeugen sowie die Entstehung eines Bildes, das um die Welt ging – zwei Iraker, die vor dem zerbrochenen Gesicht eines Königs weinen.
Als eine Verbindung aus Memoiren, historischem Bericht und philosophischer Reflexion über Verlust und Überleben steht Von Berlin nach Bagdad: Sie haben dich gestohlen, Irak zugleich als Dokument der Zerstörung und als Hymne der Standhaftigkeit – eine Erinnerung daran, dass selbst dann, wenn Geschichte geplündert wird, das Gedächtnis Widerstand leistet.
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